Gedicht
Die Vier Jahreszeiten

Frühling
Wenn es kitzelt in der Nase -
Weidenkätzchen in der Vase.
Wenn Knospen und Blüten keck hervorgestreckt,
der Maulwurf aus seinem Schlaf geweckt.
Du siehst den Nachbarn, im Garten, nach langer Zeit:
JA, dann ist Frühlingszeit.

Sommer
Im Sommer, im Garten,
da röteln die Tomaten.
Der Rittersporn bläut vor sich hin,
die Schnecke hat Salat im Sinn.
Stockrosen blicken hin zur Sonne,
es ist die reinste Augenwonne.
Die Nase atmet begeistert Düfte ein,
nur muß, ausgerechnet jetzt, der Rasenmäher sein.

Herbst
Ein leiser Wind berührt die Bäume.
Blätter schweben leicht herab,
erwecken in uns bunte Träume,
Kinder kommen schnell im Trab.
Stapfen durch das Farbenmeer,
werfen Blättermuscheln in die Luft,
freuen sich des Herbstes Wiederkehr,
atmen fröhlich seinen Duft.
Noch ist der Herbst nicht kalt und grau,
Drum genieß' die schöne Zeit.
Sieh, der Himmel ist noch blau,
doch der Winter ist nicht weit.

Winter
Sieh, der Winter kommt mit Macht,
fegt hinweg des Herbstes Pracht.
Dicke Flocken fallen auf Felder und Fluren,
Schnee verwischt jetzt die Konturen,
macht im Kleinen alles gleich
und die großen Dinge weich.
Rauhreif glitzert auf den Bäumen
und verleitet uns zum Träumen.
Friede kehrt in unsere Herzen,
auf dem Teich die Kinder scherzen.
Glühwein dampft aus dicken Tassen,
Plätzchen gibts genug zu fassen.

























